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Leben in Torrox Pueblo - Historie
Im 7. Jahrhundert nach Christus wird Torrox in einem Bericht des Reisenden Alldrisi zum ersten mal an seinem historischen Standpunkt erwähnt. Allerdings
wurde diese Siedlung möglicherweise bereits drei- oder sogar vierhundert Jahre vorher errichtet. Laut einigen Geschichtsforschern versteckte sich
Abderraman in Torrox, nachdem er im Jahre 755 in Almunecar an Land gegangen war. Auch soll im Jahre 939 der arabische Heeresführer Almanzor
in Torrox geboren worden sein.
Nach mehr als 500 Jahren maurischer Herrschaft kapitulierte auch Torrox am 30.04.1487 vor den katholischen Spaniern aus dem Norden. Nach der Niederschlagung eines
Aufstandes der Mauren wird das Dorf Torrox mit Christen neu besiedelt. Doch die Straßen der Altstadt zeugen auch heute in Torrox wie auch in vielen anderen
Dörfern der Axarquía noch von der maurischen Vergangenheit: Der arabische Festungsturm aus dem 12. Jahrhundert in der Calle Baja, ein Tor der
ehemaligen Festung in der Calle Alta oder das Stadtviertel El Castillo, welches auf den ehemaligen Festungsmauern errichtet wurde.
Aus den kirchlichen Epochen stammen u.a. die Iglesia San Roque oder die Iglesia de la Encarnicacíon, welche im 17. Jahrhundert auf den Resten
einer maurischen Moschee erichtet wurde. Sehenswert sind auch die Reste des Krankenhauses San José aus dem 18. Jahrhundert. Hier wütete
der Überlieferung nach die Inquisition. In Torrox lebte mit großer Wahrscheinlichkeit auch der zum Christentum übergetretene Jude
Luis de Torres, der Columbus auf seinen Reisen als Dolmetscher begleitete. Die Herrschaftshäuser Casa de la Moneda aus dem 18. Jahrhundert sowie
die Casa de la Hoya, das Recreo und das Cortijo Sevilla (alle aus dem 19. Jahrhundert) sind sehenswerte Plätze in Torrox Pueblo.
In der Casa de la Hoya soll der König Alfons XII nach dem großen Erdbeben von 1885 übernachtet haben. Am Plaza de la Hoya
befindet sich auch ein ehemaliges Lagerhaus, das restauriert wurde und heute eine Austellung beherbergt.
Die Römer waren die ersten, die ihre Spuren an der Küste von de heutigen Torrox Costa hinterließen. Dort kann man heute noch Reste römischer
Siedlungen besichtigen. So sind noch Spuren der alten Pökelfabrik von Caviclum, der Keramiköfen, der Thermen, der Villa
und des Friedhofes vorhanden. Die Bewohner von Torrox zogen es zur damaligen Zeit allerdings vor, auf den Hügeln, im heutigen Torrox Pueblo, zu
wohnen. Hier war man vor den Piraten wesentlich sicherer.
Obwohl sich das Dorfleben jahrhundertelang in der Altstadt des heutigen Torrox Pueblo und im nahen Flußgebiet abspielte, wurde auch der Küstenabschnitt
nach und nach mit Fischerdörfern wie z.B. in El Morche besiedelt.
Aus dem 19. Jahrhundert stammen die Mühle Perez und auch das Äquadukt von la Granja, das den Landwirten der damaligen Zeit zur Bewässerung
ihrer Felder diente. Auch die Zuckerfabrik Ingenio San Rafael, die auf den Resten der ursprünglichen Zuckerfabrik Ingenio Bajo errichtet wurde,
stammt aus dieser Zeit. Die alte Zuckerfabrik Ingenio Bajo wurde von den Melilla noch vor der Vertreibung der Moslems aus Andalusien gegründet.
Auch Siedlungen wie Los Casarones sowie Güi, wo die berühmten Fandangos (eine Art Singtanz mit Kastagnetten) her stammen, blicken auf
eine lange und traditionsreiche Vergangenheit zurück.
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