Die Provinz Jaén in Andalusien



Die Provinz Jaén in Andalusien

In der Provinz Jaén leben 628.000 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 13.498 Quadratkilometer. Die Hauptstadt der Provinz Jaén ist Jaén.

Manche bezeichnen Jaén auch als den Olivengarten Spaniens. Unzählige Olivenbäume stechen einem überall in's Auge, viele der alten Bäume stehen sogar schon seit den Phöniziern hier. Die Mauren haben die Bäume damals so veredelt, daß man "flüssiges Gold" (Olivenöl) daraus gewinnen konnte. Olivenöl schmeckt umso fruchtiger, je geringer der Anteil an Fettsäure ist. Die Farbe des Öls schwankt zwischen einem grünlichen und goldenen Farbton, der Geschmack reicht von leicht bitter bis pikant. Die Provinzen Córdoba und Jaén sind die wichtigsten Produzenten für Olivenöl in Spanien und obwohl es hier oft monatelang nicht regnet, tragen die Olivenbäume in diesen Regionen saftige Früchte.

Weiterhin ist die Provinz Jaén für seine Kampfstiere und die Stierhirten berühmt, wohl Europas letzte Cowboys - heute mit Handys in den Taschen. Die meisten Vaqueros wie sie auf Spanisch heißen, haben den Beruf von ihrem Vater gelernt. Ebenso wie die Tiere, die sie hüten, verdanken sie ihr Dasein einer nicht unumstrittenenen spanischen Tradition: Dem Stierkampf. Der toro de lidia, der Kampfstier, der in der Arena meist stirbt, wird nicht wie die Ochsen kastriert. Vier Jahre wächst er unter freiem Himmel heran, auf Wiesen zwischen Kakteen und Olivenbäumen. Manche Spanier sind der Ansicht, daß die Stiere in dieser Zeit das Paradies auf Erden haben. Ihr Leben dient aber letztendlich nur einem Ziel: Dem Tod in der Arena. Die Idylle der modernen Cowboys täuscht, so mancher mußte schwerste Verletzungen durch die Stiere erleiden und viele hatten Glück, wenn sie nur durch die Luft gewirbelt und nicht totgetreten wurde.



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