Die Provinz Almeria in Andalusien



Die Provinz Almería in Andalusien

Die Provinz Almería - die Hauptstadt ist Almería - bildet die südöstliche Spitze von Andalusien und zählt zu den trockensten Gebieten Europas. Hier gibt es Orte mit weniger als 200 ml Niederschlag pro Quadratmeter und Jahr. Rund 406.000 Einwohner beherbergt die Provinz Almería auf einer Fläche von 8.774 Quadratkilometern. Die Küstenlinie ist rund 120 km lang. Bis vor kurzem gehörte die Provinz Almería zu den wohl ärmsten Regionen von Andalusien. Durch den Beitritt Spaniens in die EU ging es bergauf mit dem Tourismus (primär um Almería) und der Wirtschaft dieses Gebietes. In breiten und flachen Flusstälern in Meeresnähe wird Gemüse angebaut.

Von diesen für die Provinz Almería so "vorteilhaften" Entwicklungen blieben die unwegsamen Gebirgszüge "verschont". Moderne Landwirtschaft und der Tourismus vor allem an der Costa de Almería führen auch heute in den unwegsamen Berglandschaften zu Landflucht, die alten Fincas verfallen und die Anbaugebiete verwildern.

Bekannt wurde die Provinz Almería wegen vieler internationaler Werbeaufnahmen und Filmproduktionen, wie z.B. "Lawrence von Arabien", "Conan der Barbar", "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug".

Wenn man mit dem Flugzeug über die Küstengebiete der Provinz Almería fliegt sieht, man einen riesigen, grauen Teppich, der auch als "mar del plastico" (Plastikmeer) bekannt ist, die weltweit wohl größte Konzentration von Intensivkultur. Sie erstreckt sich von den Gebirgszügen bis zum nahen Meer und sieht von nahem aus betrachtet schlichtweg häßlich aus, zumal mittlerweile mehr als 350 km² der Provinz davon bedeckt sind. Dies sind die Auswirkungen der EU-Förderungen, die eine immense Produktion von Tomaten, Gurken, Paprika, Erdbeeren, etc. mit sich bringen. Das dort produzierte Gemüse wird in den Wintermonaten in deutschen Supermärkten günstig verkauft.



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