Im westlichen Teil der Costa Tropical, zu Füßen des breiten Tals des Rio Verde, liegt die
sehr alte Ortschaft Almuñécar. Früher war es ein antiker Hafenort, an dem
sich vor rund 3.000 Jahren die Phönizier niederließen. Angezogen von kostbaren Mineralien, Fischen
und vielen Trinkwasserquellen gründeten sie eine Kolonie namens Sexi. Diese wurde später unter
römischer Herrschaft befestigt und wurde später eines der wichtigsten und größten
Wirtschaftszentren der Küste.
Im Jahr 775 n. Chr. landeten vor Almuñécar Abderramán der I auf seiner Flucht vor der
Verfolgung der Omaiyaden aus Damaskus und wurde zum Emir von Córdoba ernannt. Eine
große Bronzestatue am Strand von San Cristóbal erinnert heute an dieses Ereignis
(siehe Bild unten rechts). Mit steigendem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum gewann die Stadt
an Bedeutung, was auch am Seidenhandel lag.
Eine so reichhaltige Vergangenheit hinterließ ein wichtiges künstlerisches Erbe, wobei
vor allem die archäologischen Reste hervorzuheben sind. Drei wichtige phönizische Nekropolis
sind heute noch ebenso erhalten wie fünf herrliche Reststücke römischer Aquädukte
mit wirklich beeindruckenden Bogenkonstruktionen. Diese versorgten die Kolonie mit dem kostbaren
Trinkwasser. Die Grotte der Siete Palacios wurde in ein Museum umgewandelt. Weiterhin sind
hier auch einige Urnenhallen - die interessanteste ist wohl die Torre del Monje - zu finden.
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