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Alcaucín an der Costa del Sol
Das kleine Bergdorf Alcaucín mit seinen rund 1.600 Einwohnern liegt nördlich der Kreisstadt Vélez Málaga und dem
kleinen Ort Puente Don Manuel. In Puente Don Manuel geht der Weg ca. 500 m hinauf in die Berge, nach Alcaucín; wie fast alle Orte in
der Axarquía ein typisches Maurendorf, mit weiß gekalkten Fassaden und engen Gassen, in die man besser nicht mit dem Auto
hineinfahren sollte, da man sonst Gefahr läuft, stecken zu bleiben. Der Mittelunkt dieses Ortes ist die Plaza de San
Sebastián, die heute Plaza de la Constitución genannt wird. Hier finden Sie Rathaus und Kirche.
Die interessantesten Häuser finden Sie in der in der Calle Arcos und Calle Nueva; sie stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Der Name Alcaucín stammt aller Voraussicht nach aus dem arabischen Al Cautin, was soviel wie "Bögen" heißt. Allerdings
ist man sich unter den Wissenschaftlern über den Namensursprung nicht völlig einig, denn einige sind der Ansicht, daß der Name
Alcaucín wegen der Existenz eines Äquaduktes entstanden sei. Andere wiederum vertreten die Ansicht, daß ein großes Vorkommen
von Eiben, aus deren Holz Bögen für die Jagd und den Krieg gemacht wurden, für den Ursprung des Namens verantwortlich ist.
Sehr viele kulturhistorische Bauwerke aus dieser Zeit konnten wir während unseres Besuches nicht entdecken. Besonders fiel uns der
herrliche Blick auf den Viñuela Stausee auf, der an schönen Tagen noch wesentlich beeindruckender sein muß. Leider war das
Wetter nicht gerade schön, so daß die Bilder den wahren Eindruck dieses Ortes nicht wiederspiegeln können. Aber wir werden
wiederkommen und mehr von den 46 km2 Fläche Alcaucíns erkunden.
Alcaucín war bereits in der prähistorischen Epoche besiedelt, was Fundstücke am Boquete de Zafarraya belegen.
Man ist der Ansicht, daß die Festung Zalia von den Phöniziern errichtet und später durch die Mauren besetzt
wurde. Sie fiel 1485 den spanischen Truppen in die Hände und wurde als Gefängnis für die aufständischen Mauren genutzt.
Während des Feldzuges Napoleons wurde die Burg zwar belagert, das große Erdbeben gegen Ende des 19. Jahrhunderts fügte
ihr wesentlich größeren Schaden zu.
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